Eine Hochzeit in Knoxville, Tennessee: Unten im Garten findet der Hochzeitsempfang statt. Alle fünf Brautjungfern flüchten vor dem Trubel in das Schlafzimmer der jüngeren Schwester der Braut. Witzigerweise tragen sie alle das gleiche –auffallend hässliche- Kleid. Ansonsten sind sie sehr unterschiedlich: Meredith, die ungeniert, salopp und sehr direkt ist, versucht sich von ihrer „weißen“ Familie zu distanzieren, Frances, das Küken der Runde, ist sehr religiös und naiv, Trisha, ausgestattet mit einer guten Portion (einschlägiger) Lebenserfahrung, verteilt großzügig gute Ratschläge und Make-Up-Tipps, Georgeanne ist mit sich und ihrem Leben, speziell mit ihrem Ehemann, nicht zufrieden und todunglücklich, Mindy, die so rational und abgeklärt wirkt, kann es nicht überwinden, dass ihre Familie ihre lesbischen Neigungen nicht akzeptiert. Schnell kommen die fünf Frauen auf Sex und Männer zu sprechen, insbesondere wird ein gewisser Tommy thematisiert, der, wie sich im Verlauf herausstellt, mit jeder der Anwesenden ein Verhältnis hatte. Es wird überdeutlich, dass keine der fünf auch nur ansatzweise glücklich und zufrieden ist. Alle sind sie auf der Suche nach der wahren Liebe, innerer Ausgeglichenheit und Zufriedenheit. In der sich langsam aufheizenden Stimmung, angefacht durch Alkohol und Drogen, entfaltet sich ein Feuerwerk der unterschiedlichsten Gefühle: Liebe, Wut, Hass, Trauer, Enttäuschung, Glück, Hoffnungslosigkeit, blanker Zynismus und Verzweiflung lassen die mühsam aufgebauten Fassaden zusammenbrechen. Das Chaos der Gefühle scheint seinen Höhepunkt fast erreicht zu haben, da erscheint Tripp, der ehrlich und liebend um Trisha wirbt und durch sein Verhalten den Frauen deutlich macht, dass es durchaus Menschen gibt, die anderen mit Liebe und Wertschätzung begegnen. Werden sie dies begreifen…?

Alan Ball, geboren 1957 in Atlanta, studierter Theaterwissenschaftler und bekannt durch sein Drehbuch für den Oscar-prämierten Film „American Beauty“, erzählt in der bitterbösen Komödie „Fünf im gleichen Kleid“ von dem Druck, stets perfekt sein zu müssen, von der Suche nach dem individuellen Glück, nach Geborgenheit und wahrer Liebe. Uraufgeführt wurde dieses Stück 1993 in New York.




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